14. September 2016 SeminarCoaching

Gewaltfreie Kommunikation in Liebesbeziehungen

Um eine glückliche Beziehung leben zu können, braucht es viel Selbstwert und die Fähigkeit zur Reflexion. Menschen möchten Liebe für das empfangen, was sie sind – und nicht dafür, dass sie die Erwartungen erfüllen, die andere an sie stellen. Die GFK kann der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung sein.

Die Frage aller Fragen: Was ist überhaupt Liebe?

In der GFK verstehen wir Liebe als ein Bedürfnis. So äussern wir vielleicht den frommen Wunsch „Ich möchte, dass du mich liebst!“ – und hoffen, dass unser Partner uns dieses Bedürfnis erfüllt. Das Problem mit frommen Wünschen ist: Erst müssten wir eigentlich selbst wissen, was der andere für uns tun kann – also: Welche Handlung im Hier und Jetzt erfüllt euer Bedürfnis nach Liebe? Braucht ihr gerade eine liebevolle Umarmung oder eher einen gemeinsamen Spaziergang?

Stellt man statt konkreten Bitten fromme Wünsche, kann es in Partnerschaften schnell zu Frust und Enttäuschung kommen. Schliesslich ist es nahezu unmöglich, ein Bedürfnis zu befriedigen, das man selbst nicht einmal genau kennt. Meist bemüht sich der Partner in diesem Fall, indirekte Wünsche zu erfüllen. Trifft er damit aber nicht das ersehnte Bedürfnis, entsteht Unklarheit auf beiden Seiten: Kümmert sich der Partner nicht um einen? Hat er kein Interesse? Ist man ihm vielleicht doch nicht so wichtig?

Konkrete Bitten, statt fromme Wünsche formulieren.

Die Folge: Zwei unglücklich resignierte Menschen finden sich mit Wolfsgedanken ab, statt die Situation offen und mutig zu klären. Stellt euch für mehr Klarheit also folgende Frage: Wie definiere ich Liebe? Und wie kann mich mein Partner darin unterstützen, dass mein Bedürfnis nach Liebe erfüllt wird?

Alle Menschen haben die selben Bedürfnisse – nur die Bitten sind unterschiedlich.

(Marshall B. Rosenberg)

Die GFK in der Beziehung zu leben, schafft Nähe zu sich und dem anderen – und ist eine nicht zu unterschätzende Konfliktprophylaxe. In jeder Situation die eigenen Bedürfnisse und die des anderen wahrzunehmen, schafft die Grundlage für eine erfüllte Verbindung, in der sich beide wohlfühlen.

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