19. April 2021 SeminarCoaching

Negative Glaubenssätze bewusst machen

Glaubenssätze sind Grundüberzeugungen eines Menschen, Aussagen, an die er glaubt, von denen er überzeugt ist. Dazu gehören Glaubenssätze über sich selber («Ich bin wertlos»), über die Beziehung zu anderen Menschen («Nahe Beziehungen sind gefährlich»), über Geld («Viel Geld haben nur die anderen») und über die Welt an sich («Das Leben ist hart und unbarmherzig»). Dazu kommen noch kulturelle und religiöse Glaubenssätze, die ein Kulturkreis teilt.

Glaubenssätze entstehen in der Kindheit

Glaubenssätze entspringen der Prägung und der Erziehung. Sie entstehen in früher Kindheit, weil wir in diesem Alter von Autoritätspersonen gutgläubig alles annehmen, was sie uns sagen. Wir haben noch keine Möglichkeit, es zu hinterfragen. So wird uns die Welt erklärt.

Die Erwartungen unserer engsten Bezugspersonen an uns («Sei brav und still») und unser Verhalten («Ich muss mich anstrengen, sonst hat man mich nicht lieb») prägen das, woran wir fest glauben. Sie sind enorme Wahrnehmungsfilter im menschlichen Miteinander. In der Regel erwachsen solche Glaubenssätze aus emotional schwierigen und belastenden Erfahrungen.

Grundüberzeugungen verhindern, Wünsche zu erfüllen und Ziele zu erreichen

Es kommt zum Beispiel zu der Grundüberzeugung «Ich bin nicht liebenswert», wenn Eltern ein Geschwister bevorzugt behandeln. Diese Wahrnehmung wird dann generalisiert («An mir ist etwas falsch»), es bilden sich weitere Glaubenssätze rundherum («Mich will keiner»), und sie finden im Alltag permanent Bestätigung.

Wichtig zu wissen: Erfahrungen, die einen bestimmten Glaubenssatz bestätigen, werden verstärkt (schmerzvoll) wahrgenommen. Dem Glaubenssatz widersprechende Erfahrungen werden hingegen ausgeblendet oder verdrängt.

Die am tiefsten verankerten Glaubenssätze hinderlicher Art betreffen unsere Identität. Sie hindern uns daran, unsere Wünsche zu erfüllen und unsere Ziele zu erreichen («Ich schaffe es nicht»). Glaubenssätze erzeugen in uns Gefühle von Angst, Misstrauen, Wut, Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit gegenüber uns selbst und anderen.

Negative Glaubenssätze klären mit GFK

Glaubenssätze sind innere Motoren/Triebfedern in unserem alltäglichen Verhalten. Sie sind so selbstverständlich, dass sie einem gar nicht bewusst sind. Durch GFK kann man hier Klarheit schaffen. Warum tun wir das, was wir tun? Wir werden uns unserer Abwertungsthemen («Ich bin nicht willkommen») bewusst. Wenn wir unsere Glaubenssätze aufdecken und uns an sie erinnern, nehmen wir ihnen die Macht. Wir lassen uns nicht mehr unbewusst von ihnen leiten.

Ein lebensbegleitender Lernprozess

Unseren Glaubenssätzen auf die Spur zu kommen, bedeutet einen lebenslangen Lernprozess, bei dem wir mehr und mehr Bewusstsein darüber erlangen, in welcher Weise unsere Grundüberzeugungen unser Leben beeinflussen und es zu dem machen, als das es sich uns heute präsentiert.

Sehr hilfreich: Das Wolfsbuch

Wenn man sich auf die Spur dieser Glaubenssätze begibt, ist es sehr hilfreich, sich intensiv mit einem Auslöser zu beschäftigen und das Wolfsdenken aufzuschreiben. Hierzu dient das Wolfsbuch.

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