Wenn „dumm gelaufen“ nicht die ganze Wahrheit ist
Wir alle kennen diese Momente im Leben, in denen wir über eine Situation denken: „Dumm gelaufen.“ Das kann eine Entscheidung sein, die sich im Nachhinein als ungünstig herausstellt oder eine Situation, die uns nicht gefällt. „Dumm gelaufen“ kann entlasten und einen Haken setzen. Und gleichzeitig bleibt dabei oft etwas Entscheidendes im Verborgenen. Denn aus meiner Erfahrung ist kaum etwas einfach nur „dumm gelaufen“. Hinter dem, was wir erleben, stehen Gedanken. Und hinter diesen Gedanken liegen oft tief verankerte Grundüberzeugungen – über uns selbst, über andere und über das Leben. Im Themenseminar vom 16.–19. April haben wir an vier Tagen genau dort angesetzt. Wir haben diese Grundüberzeugungen sichtbar gemacht und den Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis mitgegeben – über die Definition von Glaubenssätzen, ihre Entstehung, ihre Auswirkungen im Alltag, das gezielte Aufspüren sowie Wege, ihnen auf eine achtsame und empathische Weise zu begegnen. Wenn wir diesen Blick einnehmen, verändert sich etwas Grundlegendes: Aus einem „dumm gelaufen“ wird ein tieferes Verstehen. Genau darin liegt die Kraft der Gewaltfreien Kommunikation: Im Hinschauen auf das, was uns bewegt und geprägt hat.